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Gute, geordnete und flexible Arbeitsverhältnisse

Die Dänen arbeiten gern und legen großen Wert darauf, rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Wir sind bestrebt, unsere Arbeit gut zu erledigen. Die Arbeitskultur basiert in den meisten Unternehmen auf der Zusammenarbeit und der persönlichen Verantwortung. An vielen Arbeitsplätzen werden alle Mitarbeiter dazu aufgefordert, mit Ideen und Verbesserungsvorschlägen zu dem Arbeitsprozess beizutragen. In vielen Firmen kannst du den Chef mit Vornamen anreden und dich mit einem Vorschlag direkt an ihn wenden. Obwohl die Atmosphäre locker ist, sind die Unternehmen doch sehr professionell - und man sollte nicht vergessen, dass der Chef immer die endgültige Entscheidung trifft.

Dänemark ist dafür bekannt, gute, geordnete und flexible Arbeitsverhältnisse zu haben, die ein ausgewogenes Familien- und Arbeitsleben ermöglichen. Das wird dem „dänischen Modell“ – einem besonderen Abkommens System, um das uns viele Länder beneiden – zugeschrieben.

Die Schwerpunkte des Modells sind die kollektiven Übereinkommen und ein hoher Organisationsgrad. Es sind vor allem die Arbeitgeber (Arbeitgeberorganisationen) und Arbeitnehmer (Gewerkschaften) selbst, die gemeinsam für die Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen sorgen. In den Tarifverträgen werden Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den einzelnen Branchen festgelegt. Die Parteien sind gegenseitig verpflichtet, diese Verträge zu befolgen. Es gibt auch verschiedene Grundregeln, die die Parteien im Streitfall beachten müssen. Es funktioniert, weil der Organisationsgrad auf dem dänischen Arbeitsmarkt hoch ist.

Ein wichtiger Teil des ”dänischen Modells“ sind die „Dreiparteienverhandlungen“. Dies bedeutet, dass der Staat mit den beiden Parteien des Arbeitsmarktes über eine eventuelle Gesetzgebung für die Arbeitsmarktverhältnisse zusammenarbeitet.

Das dänische Arbeitsmarktmodell  ist für seine „Flexicurity“ bekannt. „Flexicurity“ ist eine besondere Mischung aus Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt in Kombination mit sozialer Sicherung. Sie gibt den Arbeitgebern flexible Möglichkeiten, die Zahl der Mitarbeiter den vorhandenen Aufgaben anzupassen. So können sie ihre Mitarbeiter kurzfristig kündigen. Dafür sind die Arbeitnehmer bei Arbeitslosigkeit finanziell gut gesichert, oder sie können möglicherweise eine andere Stelle im selben Unternehmen bekommen.

 

Eine Sommerausflug in Ringkøbing-Skjern - Foto: hvidesande.dk

 

Soziales Zusammensein

Auf den meisten Arbeitsplätzen haben die Mitarbeiter feste Absprachen von Kaffee- oder Mittagspausen, in denen sie sich mit den Kollegen gemütlich unterhalten können. In vielen Firmen bringen die Mitarbeiter selbst ein Butterbrotpaket mit, wogegen es in größeren Unternehmen oft Kantinen gibt, wo man Essen kaufen kann. Bist du Raucher, musst du damit rechnen, dass das Rauchen nur draußen erlaubt ist - oder während der Arbeitszeit ganz verboten ist.

Die meisten Unternehmen haben verschiedene soziale Veranstaltungen, wie z.B. ein Weihnachtsfest, einen Sommerausflug, Kuchen am Freitag oder ähnliches, wobei es sich die Mitarbeiter gemütlich machen können.  Alle werden eingeladen, und fast alle nehmen an solchen Veranstaltungen teil, wodurch das gute Arbeitsklima und der Zusammenhalt gefördert werden.

Ioana und Sorin

 

Alle haben uns sehr freundlich willkommen geheißen

„Wir lieben unser Land Rumänien, aber jetzt mögen wir auch Dänemark sehr, und es ist jetzt unser Zuhause geworden“, sagt der 37-jährige Sorin Ungureanu, der sich mit seiner Frau Ioana und ihren beiden Kindern so gut eingelebt haben, dass sie im Herbst 2017 ihr Traumhaus in Borris gekauft haben. Borris ist ein Dorf mit ca. 800 Einwohnern. 

„Wir wohnen hier seit 2011 und unsere Kinder sind – so wie wir Erwachsene allmählich auch – in der örtlichen Gemeinschaft voll integriert. Die Einwohner des Dorfes haben uns sehr freundlich willkommen geheißen. Alle sind bereit, uns zu helfen, und wir wohnen hier sehr gern“, sagt Sorin und lächelt seinen dänischen Freund, Erling Søndergaard, zu. Er hat der Familie mit dem Kauf des Hauses geholfen und nimmt als Freund der Familie am Gespräch darüber teil, warum Sorin und Ioana nach Dänemark kamen, und wie sie sich als ausländische Familie in der Ringkøbing-Skjern Kommune befinden.

„Wir haben euch auch gern. Wir spüren ja, dass ihr gern hier lebt, und ihr habt auch selbst viel dafür getan, ein Teil der Gemeinschaft zu werden“, betont Erling und weist darauf hin, dass Sorin u.a. eine Turngruppe für Väter mit Kindern und eine Tischtennismannschaft geleitet hat.

Ioana und Sorin - Lesen Sie die ganze Geschichte hier

 

Charlotte und Ian

 

Wir möchten unseren Traum leben

„Wir wünschen uns vor allem, zusammen zu sein und unseren Traum zu leben. Wir lieben es, zusammen zu sein“, sagt das dänisch/englische Paar Charlotte und Ian Coles einvernehmlich. Das Paar hat sich an der Nordsee, in einem idyllischen alten Dünenhof bei Kloster, zwischen dem Ringkøbing Fjord und Stadil Fjord, nicht weit von der Kleinstadt Ringkøbing niedergelassen.

Der Wunsch nach einem schönen Leben, in friedlicher Umgebung mitten in der Natur, kommt nicht überraschend vom Paar, das eine Reihe von Jahren auf verschiedenen Militärbasen in England und Deutschland und nahe den Brennpunkten der Welt gelebt hat. Er war oft als Soldat im Kriegseinsatz, sie vermisste ihn viele Monate lang, auch in ihrem ersten Jahr in der Ringkøbing-Skjern Kommune.

Den alten Dünenhof mit Blick auf den Stadil Fjord haben sie 2013 gekauft. Charlotte zog „auf Vollzeit“ ein, wogegen Ian nur in der Freizeit zu Hause sein konnte. Nun genießen sie aber voll und ganz ein schönes Leben, da Ian sich im Sommer 2017 als Major des britischen Heeres, für das er seit seiner frühen Jugend gearbeitet hatte, pensionieren ließ. Ian, 48 Jahre alt, hat vor kurzem einen Job als Training Projekt Leader bei der Firma Vestas. 

Charlotte und Ian - Lesen Sie die ganze Geschichte hier