VIEL WOHNUNG FÜR DAS GELD

In die Ringkøbing-Skjern Kommune ziehen

Wir möchten unseren Traum leben

„Wir wünschen uns vor allem, zusammen zu sein und unseren Traum zu leben. Wir lieben es, zusammen zu sein“, sagt das dänisch/englische Paar Charlotte und Ian Coles einvernehmlich. Das Paar hat sich an der Nordsee, in einem idyllischen alten Dünenhof bei Kloster, zwischen dem Ringkøbing Fjord und Stadil Fjord, nicht weit von der Kleinstadt Ringkøbing niedergelassen.

Der Wunsch nach einem schönen Leben, in friedlicher Umgebung mitten in der Natur, kommt nicht überraschend vom Paar, das eine Reihe von Jahren auf verschiedenen Militärbasen in England und Deutschland und nahe den Brennpunkten der Welt gelebt hat. Er war oft als Soldat im Kriegseinsatz, sie vermisste ihn viele Monate lang, auch in ihrem ersten Jahr in der Ringkøbing-Skjern Kommune. 

Den alten Dünenhof mit Blick auf den Stadil Fjord haben sie 2013 gekauft. Charlotte zog „auf Vollzeit“ ein, wogegen Ian nur in der Freizeit zu Hause sein konnte. Nun genießen sie aber voll und ganz ein schönes Leben, da Ian sich im Sommer 2017 als Major des britischen Heeres, für das er seit seiner frühen Jugend gearbeitet hatte, pensionieren ließ.

 

 Foto: Ralf Andersen

 

Trafen sich bei einer Hochzeitsfeier

Charlotte und Ian trafen sich bei einer Hochzeitsfeier im Jahre 1997. Charlottes Freundin heiratete Ians Freund, und zwischen Charlotte und Ian war es Liebe auf den ersten Blick. Drei Jahre später heirateten sie, in derselben Kirche wie ihre Freunde. Die drei Jahre waren geprägt durch eine Fernbeziehung, bei der sie zwischen Charlottes Heimatstadt Aarhus und den Militärbasen in Deutschland und England pendelten.

„Es war sehr praktisch zu heiraten, sonst hätte ich nicht auf die jeweilige Basis gedurft“, lächelt Charlotte, die Ian immer gefolgt ist, wenn er nach einigen Monaten, einem, zwei oder vier Jahren von den Basen in England zu den britischen Basen in Deutschland, von denen es noch einige gibt, hin- und hergezogen ist.

Die britischen Basen wurden nach dem 2. Weltkrieg errichtet. Damals waren ca. 130.000 britische Soldaten in Deutschland stationiert. 1998 waren es ca. 40.000, als Ian von Deutschland nach Aarhus reiste, um mit Charlotte zusammen zu sein. Heute gibt es nur noch ca. 15.000 britische Soldaten in Deutschland.

 

Der Osterschmuck auf dem Ringkøbing Markplatz war entscheidend

Das Ehepaar überlegte verschiedene Möglichkeiten, als sie begannen daran zu denken, wo sie sich niederlassen würden, wenn Ians Arbeit den Wohnort nicht mehr vorgeben würde. Charlotte wollte gern nach Dänemark zurück, und Ian war damit einverstanden. Es war aber ein Zufall, dass das Ehepaar ihre Möglichkeiten in Westjütland entdeckte. Tatsächlich war es entscheidend, dass in den Bäumen auf dem Ringkøbing Marktplatz schöne Ostereier aufgehängt waren, als sie zu Ostern in Dänemark zu Besuch waren und eine Freundin von Charlotte in Ringkøbing besuchten.

„Ian war sprachlos, als er die Ostereier sah, und er konnte gar nicht verstehen, wie sie da hängen konnten, ohne dass sie jemand zerstörte. Sie waren erstaunt, dass die Eier überhaupt aufgehängt worden waren, erzählt Charlotte, und Ian fügt hinzu: „Ich dachte sofort, in so einem Ort möchte ich gern wohnen. Hier herrscht Ruhe und Ordnung. In einer Kleinstadt, in einem kleinen Land, wo die Gesellschaft sich um die Leute kümmert, und die Leute auf einander gut aufpassen, nahe dem Wasser und in einer schönen Natur. Das ist für mich ein ausgeglichenes Leben.“ 

„Vielleicht hätten wir in einigen wenigen Orten Englands etwas Ähnliches finden können. Dies wäre aber dann in einer Gegend, wo die Häuser zirka zehn Millionen Kronen kosten, und die hätten wir uns nie leisten können“, fügt Ian hinzu.

 

 Foto: Ralf Andersen

 

Viel Wohnung für das Geld und Platz für Ferienwohnungen

Kein Zweifel blieb zurück, als das Ehepaar herausfand, dass sie im Raum Ringkøbing viel Wohnung für wenig Geld kaufen konnten. Ihr Traum, nahe dem Wasser zu wohnen, konnte erfüllt werden, und sie würden einen großen alten Dünenhof mit Blick auf den Fjord kaufen und in Stand setzen können, wo sie sogar eine Ferienhausvermietung mit Ferienwohnungen einrichten konnten. 

„Wir haben damit angefangen, das Strohdach auszuwechseln und eine Holzpelletheizung zu kaufen, und danach ging es mit den Ferienwohnungen los“, sagt Charlotte. 

Vorläufig gibt es zwei große Wohnungen zu vermieten. Sie sind so eingerichtet, dass die Gäste einen direkten Blick auf den Stadil Fjord genießen können. Im Augenblick arbeitet das Ehepaar an zwei weiteren Wohnungen. Es war für den Kauf des Dünenhofes ganz entscheidend, dass sich eine Ferienhausvermietung mit Ferienwohnungen einrichten ließ. Dadurch war gesichert, dass Ian beschäftigt war, da er sich ziemlich jung in Pension begeben hatte.

 

Foto: Ralf Andersen

 

Ian lernt Dänisch und bekommt eine Arbeit

Ian, 48 Jahre alt, vermietet jetzt Ferienwohnungen und richtet neue ein. Er möchte aber mehr als das und hat vor kurzem einen Job als Training Projekt Leader bei der Firma Vestas in Lem bekommen. Deshalb muss er auch schnell Dänisch lernen, denn er weiß, dass es wichtig ist, Dänisch zu sprechen und verstehen, auch wenn es ihm gelungen ist, in einem großen internationalen Unternehmen einen Job zu bekommen.

„Mir gefällt der Dänischunterricht in Skjern sehr. Es ist ein guter Service, den Dänischunterricht kostenlos zu bekommen. Ich habe zehn Stunden pro Woche, und wenn ich am neuen Arbeitsplatz beginne, kann ich den Abendkurs besuchen“, erzählt Ian.

Ian freut sich auch darüber, nahe dem Wasser zu wohnen, so dass er „Open Water“ schwimmen kann. Das ist olympisches Wettkampfschwimmen mit fünf und zehn Kilometer langen Strecken im offenen Wasser. Der Sport interessiert ihn seit der Kindheit, und jetzt schwimmt er ein paar Mal die Woche mit ca. 20 anderen im Ringkøbing Fjord mit Ausgangspunkt im Hafen von Ringkøbing.

 

 Foto: Ralf Andersen

 

Sekretärin des Bürgermeisters

Charlotte freut sich darüber, zurück in Dänemark zu sein, und ihre Familie freut sich sehr, dass das Ehepaar nicht mehr so weit weg wohnt. „Nach 13 Jahren im Ausland ist es fast, wie in ein neues Land zurückzukommen“, sagt Charlotte und nennt als Beispiel die sogenannte NemID und all die anderen digitalen Selbstbedienungslösungen, die es jetzt gibt.

Als sie vor vielen Jahren Dänemark verließ, arbeitete sie in der Kommunalverwaltung in Aarhus. Jetzt ist sie wieder im kommunalen Dienst und arbeitet als Sekretärin für den Bürgermeister und den Kommunaldirektor der Ringkøbing-Skjern Kommune. Die Arbeit macht ihr Spaß. Kurz nach dem Umzug nach Kloster fand sie Arbeit in einer Ferienhausvermietung, danach bei der Staatsverwaltung, bevor sie vor drei Jahren ihren heutigen Job fand. Obwohl sie wegen der vielen Umzüge oft den Arbeitsplatz gewechselt hat, ist es ihr immer gelungen, einen neuen zu finden. Auch im Ausland hat sie verschiedene Stellen als Direktionssekretärin gehabt.

 

Foto: Ralf Andersen

 

Phantastischer Empfang und gute Nachbarschaft

Sind die Erwartungen erfüllt worden?

„Ich hätte gern mehr Sonnenschein“, sagt Ian mit einem Schmunzeln, „es ist aber sehr schön, viel besser als erwartet, und ich bin glücklich, hier zu sein“. 

„Wir lieben es, zusammen zu sein, und das sind wir jetzt. Das ist schön“, fügt Charlotte hinzu. Das Ehepaar genießt nicht zuletzt die vielen Spaziergänge zum Fjord mit dem dritten Familienmitglied, dem Border Collie „Whiskey“, der sich in der Umgebung wohlzufühlen scheint.

„Die Natur hier ist wunderschön. So habe ich heute Morgen mehrere Rehe gesehen“, sagt Ian. Charlotte hebt den besonders guten Zusammenhalt der Nachbarschaft hervor.

„Ganz vom Anfang an wurden wir phantastisch empfangen. Kurz nach unserem Umzug sind wir zur silbernen Hochzeit der Nachbarn  eingeladen worden, und bis jetzt waren wir zu etlichen silbernen Hochzeiten, runden Geburtstagen und anderen lokalen Festen“, erzählt Charlotte. 

„Ich kenne wohl schon 20 Menschen in unserer Strasse, die bereit sind, uns zu helfen, und denen wir gegebenenfalls natürlich auch helfen werden. Ich kenne viele andere Orte, wo sich die Nachbarn gar nicht kennen, obwohl sie jahrelang neben einander wohnen“, sagt Ian. „Unsere nächsten Nachbarn sind auch vom Anfang an sehr hilfsbereit gewesen. Das ist sehr beruhigend, da Charlotte so oft allein zu Hause ist.“ 

„Es ist auch schön zu wissen, dass man immer mit Hilfe rechnen kann, wenn man plötzlich welche braucht“, erklärt Charlotte.

 

Gute lokale Handwerker

”Es gibt hier viele gute Handwerker“, hebt Ian hervor. Er benutzt am liebsten die lokalen Bauarbeiter, wenn er umbaut. „Ihre Arbeit wird sorgfältig ausgeführt, sie kommen immer wie vereinbart, und man muss keine Angst haben, betrogen zu werden“. 

Charlotte erzählt auch, dass sie mit drei anderen Paaren zusammenarbeiten, die im Gebiet Bed & Breakfast und Ferienwohnungen haben. „Es ist schön, dass wir uns gegenseitig helfen können, und dass die Gäste im Gebiet bleiben, wenn einer von uns z.B. keinen Platz hat, wenn jemand anruft“.

 

Man kann nach London pendeln

Haben Charlotte und Ian gute Ratschläge für Zuzügler oder andere?

„Ja, es ist durchaus möglich, in Kloster oder anderswo in der Ringkøbing-Skjern zu wohnen und zu einem guten Job in London zu pendeln. Vielleicht nicht jeden Tag, sondern wenn man da ein paar Tage bleibt“, rät Ian und fügt hinzu: „Ich kann um acht Uhr morgens losfahren und um 13 Uhr in meinem Büro in London sein. Zum Glück haben wir den Flughafen in Billund in der Nähe. Von dort aus gibt es viele gute Flugverbindungen nach London und anderswo hin in der Welt. Wir könnten jedoch eine gute Bus- oder Zugverbindung bis zum Flughafen von Ringkøbing oder Herning aus gut gebrauchen. Auf der anderen Seite kann man, wenn man viel reist, zu günstigen Preisen ein Auto mieten“.

„Ich habe andere getroffen, die es so wie ich gemacht haben, und einige, die den anderen Weg pendeln, um in den großen jütländischen Unternehmen wie Lego und Vestas zu arbeiten“, sagt Ian, der noch einen guten Ratschlag hat:

„Wir vermissen leider die richtigen Weihnachtsmärkte, die wir aus Deutschland kennen. Jemand sollte die Idee aufgreifen, das würde auch die deutschen Touristen freuen“, sagt Ian und begibt sich gleichzeitig in ein intensives Gespräch mit Charlotte darüber, wie man einen solchen Markt einrichten könnte. Wer weiß, vielleicht wird das Paar einmal einen deutschen Weihnachtsmarkt in Ringkøbing etablieren?

 

Weitere Auskünfte über Charlottes und Ians Ferienwohnungen, West Coast Cottage. Informationen über die Ringkøbing-Skjern Kommune findest du auf flytmodvest.dk/deutsch.

 

Fakten:

Die Ringkøbing-Skjern Kommune ist geografisch Dänemarks größte Kommune und hat ca. 56.348 Einwohner, von denen 6.400 ausländische Bürger aus 99 verschiedenen Ländern sind. Ringkøbing ist die größte Stadt der Kommune und hat ca. 10.000 Einwohner. In der Nähe liegt das Dorf Kloster mit ca. 610 Einwohnern.

 

TRIFF ZUGEZOGENE UND HÖRE IHRE GESCHICHTEN

Ioana und Sorin

 

Alle haben uns sehr freundlich willkommen geheißen

„Wir lieben unser Land Rumänien, aber jetzt mögen wir auch Dänemark sehr, und es ist jetzt unser Zuhause geworden“, sagt der 37-jährige Sorin Ungureanu, der sich mit seiner Frau Ioana und ihren beiden Kindern so gut eingelebt haben, dass sie im Herbst 2017 ihr Traumhaus in Borris gekauft haben. Borris ist ein Dorf mit ca. 800 Einwohnern. 

„Wir wohnen hier seit 2011 und unsere Kinder sind – so wie wir Erwachsene allmählich auch – in der örtlichen Gemeinschaft voll integriert. Die Einwohner des Dorfes haben uns sehr freundlich willkommen geheißen. Alle sind bereit, uns zu helfen, und wir wohnen hier sehr gern“, sagt Sorin und lächelt seinen dänischen Freund, Erling Søndergaard, zu. Er hat der Familie mit dem Kauf des Hauses geholfen und nimmt als Freund der Familie am Gespräch darüber teil, warum Sorin und Ioana nach Dänemark kamen, und wie sie sich als ausländische Familie in der Ringkøbing-Skjern Kommune befinden.

„Wir haben euch auch gern. Wir spüren ja, dass ihr gern hier lebt, und ihr habt auch selbst viel dafür getan, ein Teil der Gemeinschaft zu werden“, betont Erling und weist darauf hin, dass Sorin u.a. eine Turngruppe für Väter mit Kindern und eine Tischtennismannschaft geleitet hat.

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Iwona og Jarek

 

Die Natur und viele Möglichkeiten für Kinder gaben den Ausschlag

Das Wichtigste bei der Wahl der Ringkøbing Skjern Kommune in Dänemark als Wohnort, sind die guten Bedingungen für Kinder und die schöne Natur, heben Iwona und Jarek hervor, wenn sie über ihre Wahl des Wohnortes reden. Iwona und Jarek wohnen seit zwei Jahren zusammen mit ihrem gemeinsamen Sohn Diego und Jareks Kindern Manuel und Karolina in Finderup.

”Die Kindergärten und Schulen sind wirklich gut. Sie tun viel dafür, dass die Kinder sich gut entwickeln. Die Kinder arbeiten unter anderem mit Holz und kochen zusammen, auch wenn es manchmal etwas gefährlich ist, dass sie mit Messern hantieren. Ausserdem kommen sie sehr viel raus in die Natur und das bei jedem Wetter. Das ist so gesund für die Kinder”, sagt Iwona.

”Aber das Beste ist, dass man hier auch gut leben kann, man arbeitet und arbeitet nicht nur, sondern arbeitet um in der Freizeit gut leben zu können.” Sagt Iwona und Jarek stimmt ihr zu. Er kam hier nach Dänemark um zu arbeiten, da er als selbstständiger Automechaniker mit Baufirma bis jetzt immer nur gearbeitet hat und es trotzdem mehr schlecht als recht zum Leben reichte. Außerdem hatte er keine Freizeit.”

Iwona og Jarek, lies die ganze Geschichte hier